Nicht aufgeben – weitermachen!

In diesem Jahr fällt der Equal Pay Day auf den 18. März. Seit 2018 hat sich an der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nichts geändert. Sie liegt in Deutschland bei 21 Prozent, was beschämend ist. Der europäische Durchschnitt liegt bei 16,2 Prozent. Was auch beschämend ist, aber ein bisschen weniger.
Vier Kategorien definieren die Höhe des Arbeitslohns: Anforderungen an Wissen und Können, psycho-soziale Anforderungen, Anforderungen an Verantwortung und physische Anforderungen. Würden Frauen genauso wie Männer nach diesen Kriterien (und nicht nach Geschlecht) entlohnt, gäbe es die Lohnlücke nicht.
Es gibt eine schöne Tortengrafik mit der Überschrift: Was „gleich“ für Frauen in der Wirtschaft bedeutet. Drei Viertel der Torte sind mit dem Satz beschrieben: „Können Sie gleich mal das Protokoll schreiben?“ Zugegeben, etwas zugespitzt, aber ehrlich, in der Wirtschaft wird noch immer so getan, als stünde Frauen nicht zu, für gleiche Arbeit gleichen Lohn zu erhalten . Wenn es um Geld geht, hört das mit der Gleichberechtigung schnell mal auf.
Die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern steigt mit zunehmendem Alter. Beträgt sie im Alter von 20 Jahren noch drei Prozent, liegt sie im Alter von 55 Jahren bei sage und schreibe 57,4 Prozent. Die durchschnittliche Lebenseinkommenslücke zwischen Frauen und Männern: 49,8 Prozent. Muss noch mehr gesagt werden? Eigentlich nicht. Außer: Es wird Zeit, dass Deutschland in diesem Punkt kein Entwicklungsland mehr ist.

Kathrin Gerlof (Mitarbeiterin Carola Bluhm)