Mit Geduld und sehr viel Arbeit

Dank der intensiven und hartnäckigen Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Versorgung des Nachbarschaftsrates Karl-Marx-Allee /Bauabschnitt 2 – Eingeweihten auch als Nachbarschaftsrat KMA (II.BA) / AG MV bekannt –  hat das Bezirksamt Mitte die Mittel für die Erstellung einer Studie bewilligt. „Kleinräumige Analyse der ambulanten ärztlichen Versorgung im Bezirk Mitte von Berlin, mit Detailbetrachtung ausgewählter Nachbarschaften, insbesondere Alexanderplatz- viertel / Karl-Marx-Allee“  lautet ihr langer Titel. Beauftragt ist Prof. Dr. Jürgen Schweikart vom Labor für Geodatenanalyse und Visualisierung der BEUTH Hochschule für Technik.

Sie soll wissenschaftlich untersuchen, was spätestens seit dem Verkauf und faktischen Zusammenbruch der ambulanten /kassenärztlichen Versorgung im „Haus der Gesundheit“ ein grosses Thema ist. Die prekäre Lage der ambulant-medizinischen Grundversorgung  im umliegenden Wohngebiet. Nur gefühlt, oder belegbare Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger? lautet die Frage, mit der sich die Aktiven seit Jahren herumschlagen. Wenden sie sich an die, die es entscheiden. Sei es die Kassenärztliche Vereinigung, der Bezirk, die Stadt oder das Land.

Nun also zum vergleichsweise günstigen Preis für knapp 3500 Euro und mit der Erkenntnis das vom Teuersten noch draufgezahlt werden muss – der Zeit die es braucht bis die wissenschaftlich fundierten Ergebnisse da sind – damit ist erst in einem Jahr zu rechnen. Dennoch eine wundervolle, weil auch mühevolle Arbeit von Klaus Müller und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern in der AG MV des Nachbarschaftsrates.

Konstruktive Arbeit beteiligter Bürgerinnen und  Bürger. Wenn auch arg auf die Geduldsprobe gestellt.

Rico Prauss  Mitarbeiter von Carola Bluhm