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22. Juni 2011

Wertschätzung von Ehrenamt: Ehrensache!

Jedes Jahr im Frühsommer werden in Berlin diejenigen geehrt, die in großem Maße zum sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt beitragen. Ehrenamtliche tätige Berlinerinnen und Berliner, die sich teilweise seit Jahrzehnten für ihre Mitmenschen einsetzten, werden auf verschiedenste Weise für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet. Hierfür hat sich in Berlin inzwischen eine Art „Anerkennungskultur“ herausgebildet. Es gibt die Verleihung der Freiwilligenpässe und der Ehrennadeln. Zudem gibt es Fachtagungen, wie „Das Ehrenamt ist nicht umsonst“ in denen noch einmal die besondere Bedeutung des Ehrenamtes und des bürgerschaftlichen Engagements in unserer Stadt hervorgehoben wird.
In Berlin sind rund 850.000 Menschen ehrenamtlich aktiv. Das ist ein großes Potential, das vielen Menschen in ihrem Alltag zu Gute kommt. Dieses Engagement findet in mehr als 20 000 Vereinen in den unterschiedlichsten Bereichen statt.
Vom couragierten jungen Mann, der sich um seine ältere Nachbarin kümmert, über die Trainerin, die sich für ihre Mannschaft einsetzt bis hin zum langjährigen Vereinsmitglied. Ohne die vielen tausend Bürgerinnen und Bürger wäre der Sport, die Initiativen und Projekten nicht zu leisten. Alle diese Menschen, die sich engagieren, haben Ehrung und Anerkennung verdient. Denn ihr Tun  fördert Partizipation, Integration und Eigenverantwortung. Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem Enthusiasmus und mit welcher Leidenschaft Ehrenamtliche in Ihrer freien Zeit für Ihre Mitmenschen da sind. Sie schaffen eine Atmosphäre der Solidarität, der Zugehörigkeit und des gegenseitigen Vertrauens. Sie erhalten und mehren das, was wir heute „soziales Kapital“ nennen: die Verbundenheit und das Verständnis zwischen den Mitgliedern einer Gesellschaft, die Verlässlichkeit gemeinsam geteilter Regeln, Normen und Werte. Bürgerschaftliches Engagement ist eine unverzichtbare Bedingung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft! Daher wollen wir die Ehrenamtlichen auch zukünftig ehren und wir hoffen, dass sich noch viele Berlinerinnen anschließen und ebenfalls aktiv werden für ihre Stadt.